LinkedIn Profile Targeting jetzt auch in Deutschland

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Von Michael: Michael ist unser Spezialist für das Performance-Marketing. Hier sitzt er in der Schaltzentrale, um jede Kennzahl ins Positive zu lenken. Darüber hinaus beschäftigt sich Michael besonders mit Fußball, sowohl auf als auch neben dem Platz.

2016 hat sich Microsoft das weltgrößte Karrierenetzwerk für mehr als 26 Milliarden Dollar einverleibt. Vier Jahre später zahlt sich das nun auch für die Microsoft Ads-Nutzer in Deutschland aus: in Form von Zielgruppen-Targeting nach LinkedIn-Profil. Die Funktion, die bereits 2018 in den USA ausgerollt wurde, ermöglicht es, Anzeigen passgenau nach Job-Funktion, Branche oder sogar nach dem Arbeitgeber auszuspielen.

Da der große Konkurrent und Marktführer Google bisher keine vergleichbare Targeting-Option bietet, schafft sich Microsoft Ads hier einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Was genau ist das?

Wo bisherige Targeting-Optionen im Suchmaschinenmarketing an ihre Grenzen stoßen, setzt das LinkedIn Profile Targeting an. Durch die Übernahme von LinkedIn hat sich Microsoft gleichzeitig auch die Daten von mittlerweile über 700 Millionen registrierten Nutzern zu eigen gemacht. Diese Daten rund um die beruflichen Qualifikationen der Nutzer verwertet Microsoft jetzt für die neue Profil-basierte Ausrichtung. Nutzer der Microsoft-Suchmaschine Bing können demnach nun auf Grundlage ihrer Angaben im eigenen LinkedIn-Profil zu Branche, Arbeitgeber und Position getargeted werden.

So können zum Beispiel Unternehmen, die auf der Suche nach passenden Mitarbeitern sind, ihre Zielgruppenausrichtung auf genau die Job-Funktion und Position des Suchenden vornehmen, die auf ihre Stellenausschreibung passt. Dabei wird der Nutzer im Microsoft Audience Network, also auf Plattformen wie Yahoo!, MSN, Outlook oder auch LinkedIn selbst mit Display-Anzeigen angesprochen. Doch auch Anzeigen in den Such- oder Shoppingergebnissen sind möglich.

Welche Ausrichtungsmöglichkeiten gibt es?

Bisher ließen sich Kampagnen und Anzeigengruppen mit Microsoft Advertising auf Personen an einem bestimmten Standort, eines bestimmten Geschlechts und Alters oder auf bestimmte Geräte ausrichten. Zusätzlich dazu gibt es nun drei weitere Ausrichtungsmöglichkeiten, die dank des LinkedIn Profile Targeting integriert wurden: Unternehmen, Branche und Stellenfunktion.

Zu Beginn stehen dem Nutzer rund 80.000 Unternehmen aus 145 Branchen und 26 Stellenfunktionen zur Auswahl.

Die 145 Branchen-Zielgruppen sind in insgesamt 24 Kategorien unterteilt, die wiederum in spezifischere Branchen untergliedert sind. Die Branche „Medien & Kommunikation“ ist beispielsweise in Online-Medien, Verlagswesen, Öffentlichkeitsarbeit, Marktforschung und Presse unterteilt.

Neben den Suchkampagnen funktioniert das LinkedIn Targeting auch bei Kampagnen mit dynamischen Suchanzeigen, Zielgruppenkampagnen und Microsoft Shopping-Kampagnen.

Wie funktioniert es?

Die Zielgruppen lassen sich sowohl in neue, als auch schon bestehende Kampagnen einbauen. Im Gegensatz zum Branchen- und Unternehmensgrößen-Targeting bei Google Ads, finden sich diese Optionen nicht im „Zielgruppen“-Tab, sondern unter „Demografie“. Sie können jeweils auf Kampagnen oder Anzeigengruppen-Ebene festgelegt werden.

Bestimmte Unternehmen, Branchen oder Stellenfunktionen kann man hier gezielt als Zielgruppe markieren und mit Gebotsanpassungen versehen. Bei der Erstellung von neuen Kampagnen kann man die spezifische Zielgruppenansprache im Bereich ‚Budget und Gebote‘ einrichten. Ganz ähnlich sieht es bei neuen Anzeigengruppen aus: Im Menüfeld ‚Anzeigengruppenziele‘ können die Zielkategorien einfach ausgewählt werden.

Es ist derzeit noch nicht möglich, das Targeting auf diese Zielgruppen einzuschränken. Das LinkedIn Profile Targeting erlaubt im Moment nur das Setzen von Gebotsanpassungen. Diese Anpassungen können zwischen +900 Prozent und -90 Prozent liegen. Es ist demnach auch nicht möglich, mit einer Anpassung um -100 Prozent bestimmte Nutzergruppen auszuschließen.

Für wen ist das interessant?

Diese neue Targeting-Option ist vor allem für Unternehmen im B2B-Bereich interessant, die Wert auf Treffsicherheit in der Zielgruppenansprache legen und deren Zielgruppe man sonst im SEA nur über einige wenige In-Market- und Affinity-Zielgruppen erreichen konnte. 

Doch auch außerhalb des B2B-Bereichs eröffnen sich mit dem zielgenauen Targeting spannende Möglichkeiten. Verkauft ein Unternehmen hochpreisige Produkte, so kann ein Targeting auf bestimmte Berufe mit großem Verdienst wie Ärzte, Justiziare oder Fondsmanager erfolgreich sein.

Der SEA-Bereich kann infolgedessen auf attraktive Chancen hoffen. Microsoft profitiert hier von der Integration von LinkedIn und kann sich gegenüber Google einen klaren Vorteil verschaffen.

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